Hinweise für die Vermittlung von Hunden

Als Tierschutzverein legen wir großen Wert auf die artgerechte Haltung des Hundes. Da die Menschenfamilie, in die der Hund Aufnahme findet, als Rudelersatz dient, haben wir entsprechende Hürden aufgebaut, um spontane Entscheidungen zu vermeiden und eine Phase des Nachdenkens einzuräumen. Wir wollen auch dem Tier eine Art von „Mitentscheidung“ über sein neues Herrchen oder sein neues Frauchen geben, denn nach unserer Erfahrung gibt es auch in der Hund-Mensch-Beziehung Zuneigung und Abneigung, zumindest bei erwachsenen Tieren.

1. Wenn Ihre Entscheidung für einen unserer Hunde gefallen ist und Sie aus unserer Region sind, erwarten wir einen mehrmaligen Besuch bei „Ihrem Hund“, um mit ihm einen längeren Spaziergang zu unternehmen oder eine Spielstunde zum näheren kennen lernen zu absolvieren.

2. Wir erwarten Ihr Einverständnis, dass wir das erwünschte Tier zu Ihnen nach Hause bringen, um dabei die Haltungsbedingungen vor Ort in Augenschein nehmen zu können. Die späteren Inspektionskontrollen werden im Übergabevertrag geregelt.

3. Anbinde- und Zwingerhaltung widerspricht nicht nur dem Tierschutzgedanken, sondern auch dem natürlichen Verhalten des Hundes, der zu jeder Zeit die Nähe seines Rudelführers sucht, denn das Tier kann nicht verstehen, stundenlang eingesperrt warten zu müssen, was als Bestrafung empfunden wird.

4. Weiterhin vermitteln wir keine unkastrierten Rüden. Wir möchten in keinster Weise dazu beitragen, dass mit unseren Tieren gezüchtet wird.

5. Wer den Wunsch hat, sich einen Hund anzuschaffen, sollte auch über die entsprechende Zeit verfügen, sich mit dem neuen Familienmitglied ausreichend zu beschäftigen und ihn an seinem Leben teilhaben zu lassen.

Das Tierheim-Team bittet um ihr Verständnis für die Schutzmaßnahmen. Wir sind diese unseren Mitgeschöpfen schuldig. Der Hund dankt es Ihnen mit lebenslanger und unerschütterlicher Treue.